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Buffet und Balz „Ich war so lange Single, dass ich mir überlegt habe, eine Katze zu kaufen. Aber ich traf dann doch jemanden“, lächelt sie. Ganz traditionell. Er hatte sich im Bekanntenkreis versteckt. Heute organisiert Astrid Single-Events. Sie erzählt von Töchtern, die ihre Mütter nicht alleine zu Hause lassen wollen, und zum Dinner & Date - in diesem Fall Brunch - mitbrachten. Von einem hoch gebildeten und sehr intelligenten Mann, der Spinnweben am Sakko trug. Dass eine Sie jetzt in der Wohnung wohnt, in der ein Er seine Kindheit verbracht hatte. Ihr größtes Problem sind die Männer. „Weil die tummeln sich lieber anonym im Internet, oder glauben es nicht nötig zu haben“, sagt sie. Das sich stets wiederholende Bild, Männer surfen im Netz, Frauen plaudern lieber mit Köpfen samt Körpern. Sind die Männer von heutzutage feige? Zwei Tische umzingelt von unsicheren Singles biegen sich unter Packerl-Orangensaft und Kaffeetassen. Sexyhasi, blond und schlank, tritt aristokratische fünfzehn Minuten zu spät auf. Setzt sich nieder, lehnt sich vor und beweist Routine bei Singletreffs, stellt sich vor und erzählt laut und aggressiv von ihren Single-Tanzkurs-Erfahrungen. Das erschlägt das seichte Schöne-Wetter-Gerede der Bruncher. Es wird gebalzt und gebrünstet. Die Ersten holen sich Schinken und Eier vom Frühstücksbuffet. Der Kellner trägt dampfende Tassen voller Koffein auf. Vorsichtig essen sie, nur nicht anpatzen, nix auf den Boden fallen lassen. Guten Eindruck schinden. Astrid versucht die Teilnehmer zum Tischwechsel zu bewegen, oder Namen und Adressen auf Karten zu schreiben. Bietet sich als Kurier an: Man könne ihr schreiben, sie würde die Mails weiterleiten. Aber die Gruppe sitzt gut, Geschichten kreisen. Von witzigen Dates, Mordversuchen mit Solettis und dass englische Männer lieber fischen gehen, als mit ihren Frauen ins Bett. Ich trinke meinen Espresso aus. Mache Inventur. Stecke dem einem meine Telefonnummer zu und verabschiede mich. Am Montag leitet Astrid ein Mail von ihm weiter. Der wollte mit Sexyhasi weiterplaudern, die winkte jedoch ab. „Zumindest hat sie zurück geschrieben, das ist ja schon eine Leistung“, schreibt er mir und macht sich mit mir ein Treffen im Cafe Jenseits aus. Zu den Terminen: |
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