Kostenlos?
Vorsicht bei versteckten Kosten und Missbrauch von Daten
Geschäftsbedingungen
Kostenlose 42 Euro
Die Klassiker
Vorsicht bei versteckten Kosten und
Missbrauch von Daten:
Es ist mühsam und kaum einer tut es. AGBs lesen ist öd und meist vollkommen unverständlich. Trotzdem schaut bei Punkten wie Leistungsanspruch, Preise und Datenschutz vorbei. Weil dort verstecken sich oft interessante Details die die Bankomatkarte zum Rauchen bringen:
Die Dauer der Nutzung hängt vom jeweils gebuchten Paket ab … .
Die Mitgliedschaft verlängert sich automatisch, kann aber jederzeit bis 5 Tage vor Ablauf des gebuchten Paketes gekündigt werden….
... mit anderen Mitgliedern zu Kommunizieren ist kostenpflichtig.
... sich automatisch verlängernden Zeitraum (z.B. 3 Monate) erwerben.
Zum Thema "Anonymität und Datenschutz" aus einer Partnerbörse:
... die Weiterleitung Ihrer Profildaten an Fernsehsender ...
... die von ihm angegebene Rufnummer zu Werbezwecken verwendet und weitergegeben werden darf.
... erkennt an, dass alle Daten, auch personenbezogene, gespeichert werden, auch über die Dauer der gesetzlichen Speicherfristen hinaus.
Samuel hat uns folgende "Geschäftsbedingungen" geschickt:
Viele SMS-Flirt-Anbieter verdienen nur über teure Flirt-SMS, bis zu 3 Euro pro SMS wird verrechnet. Damit auch möglichst viel geflirtet wird, werden Hausfrauen oder Studenten als Animateure angeheuert. Diese geben sich unter verschiedensten Namen als "normale" Mitglieder aus. Um nicht verklagt zu werden, haben sie sich folgende Zeilen einfallen lassen:
"Wie allgemein in Internetkontaktmärkten üblich, setzt der Leistungsanbieter auch in diesem Angebot Animateure ein, die Anzeigen schreiben und auf Anzeigen antworten, um die Attraktivität des Kontaktmarktes zu steigern."
"In diesem Chat setzt die ABC GmbH Betreuer/innen ein, die unter mehreren Identitäten Dialoge führen können. Im System sind diese nicht besonders gekennzeichnet. Ein Dialogpartner kann also ein/e Betreuer/in sein, der sich unter anderen Identität im System befinden kann."
"Dem Nutzer ist bekannt, dass Animateure eingesetzt werden, die sich wahlweise als Frau oder Mann ausgeben können."
Übersetzt heißt das, wer weiß ob die "angeflirtete" Person echt ist oder nicht? Nur der Anbieter weiß es.
Kostenlose 42 Euro:
Albert, 42, aus Frankfurt ärgerte sich ganz fürchterlich, als "kostenlos" plötzlich 42 Euro kostete. Er registrierte sich bei einem Online-Dating-Portal, das eine kostenlose Testphase anbot und notierte sich genau wann er zu kündigen habe, falls ihm das Angebot nicht gefällt. Es gefiel ihm nicht. Das Matchingsystem versuchte ihm Frauen, die 150 km weit weg wohnten, oder 15 Jahre jünger waren, zu vermitteln. Er meldete sich im Zeitrahmen ab. Dennoch erhielt er ein Mail, das er 42 Euro zu zahlen hat. Gleichzeitig sperrten sie ihm sein Mitgliedskonto. Schließlich versuchten die Betreiber des Online-Portals mehrere male das Geld abzubuchen. Alberts Bank weigerte sich. Doch die Weigerung kostete 5 Euros. "Dass war es für mich mit Internet und Dating!" beendete er sein Mail an singlesoesterreich.
Die Klassiker:
"Völlig normale Frauen möchten dich kennenlernen, aber nicht einfach per Mail, wie es sich anbieten würde, sondern auf teurerem Wege. Die drei Klassiker sind:
"Hier bin ich nicht so oft, denn auf www.???.de gefällt es mir besser und ich habe dort auch einige freizügige Fotos von mir."
"Weil das Internet für mich so unsicher ist, rufe mich doch einfach unter 0900-123456 an und verlange PETRA."
"Hallo, ich bin Petra und finde Dich süß. Mit meinem Computer kann ich nicht so gut umgehen. Schreib' mir doch einfach eine SMS an 444444 mit dem Stichwort PETRA"
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