Die „Kosten“ staffeln sich von 1000 bis 7000 Euro pro Jahr. Dafür wird meist das große Glück mündlich versprochen, im Vertrag wird eher von „Freizeitpartnern“ gesprochen. Um Enttäuschungen vorzubeugen, muß der leidgeplagte Single denken wie beim Kauf eines Gegenstandes:
Unbedingt zu beachten ist:
Traumpartnermasche:
So traurig es ist: den perfekten Partner gibt es nicht. Wenn bei den Erstgesprächen versprochen wird, daß genau dieser Mensch, den Sie suchen, bei dem Vermittler in der Kartei steht, lügt er zu 99 %.
Hausbesuch:
Sie würden doch ihr Date nach dem ersten Treffen nicht mit nach Hause nehmen. Falls der Partnervermittler dennoch darauf besteht Sie zu Hause zu besuchen, fordern Sie vorher jedenfalls die genauen Preise für etwaige Vermittlungen an. Den der Vertreter ist bestens geschult und kann ihr Einkommen, bzw. ihr Vermögen anhand der Ausstattung ihres Wohnraumes einschätzen. Oft wird danach ihr Mitgliedsbeitrag errechnet.
Mitschreiben:
Der Agent wird ihnen nach dem Mund reden. „Ja selbstverständlich bieten wir dieses Service auch an“, „10 Dates innerhalb der ersten drei Monate garantiert.“ Schreiben Sie alles genau mit und vergleichen Sie es mit dem vorgelegten Vertrag. Finden Sie Absätze die ihnen nicht zusprechen oder nicht dem Vereinbarten entsprechen, unterschreiben sie auf keinen Fall.
Mitgliedschaftsgebühren:
Niemals Bargeld übergeben. Überweisen Sie kleine Raten von ihrem Konto. Da das Liebesglück nicht nachweisbar ist, können die Mitgliedschaftsgebühren nicht eingeklagt werden. Allerdings kann der Vermittler die fehlenden Gebühren auch nicht einklagen, falls sie sich zur vorzeitigen Kündigung entschließen.
Zusatzleistungen:
Falls sie mit ihrem Aussehen, ihrem Outfit oder ihrem Gewicht unzufrieden sind, fallen sie nicht auf die überteuerten Styling-Angebote rein. Ihr Friseur, die Verkäuferin beim H&M (falls sie eine finden) oder die Modeberaterin in ihrer Stammboutique wissen genau was ihnen steht und was nicht. Zwecks Gewichtsabnahme gibt es sicher ein Fitneß-Studio um die Ecke. Oder einem Sportverein beitreten.
Datenschutz:
In dem Vertrag sollte unbedingt festgelegt sein, daß ihre Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen ohne ihr vorheriges schriftliches Einverständnis. Sonst werden Sie zugepflastert von Werbezuschriften.
Tipp:
Versuchen Sie es zuerst bei einer der kostenpflichtigen Online-Partnerbörsen. Kostet weniger und Sie entscheiden mit wem sie plaudern wollen.
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