Hirn:
Brauchst kein Shakespeare sein oder Martin Amis, keine Frau erwartet Emails in vollkommener Sprache, oder von literarischer Ausgefeiltheit, aber es klingt gut, wenn Mann doch das eine oder andere nicht so gebräuchliche Wort einwirft. Mundart kann witzig sein, ein „geborgtes“ Zitat deutet auf Vorlieben hin. Jedenfalls sollte Mann seine Emails vor dem Absenden nochmals lesen und das Rechtschreibprogramm benutzen.
Aussehen:
Schaut euch um, wer ist schon perfekt? Die Johnny Depps und Brad Pitts dieser Welt tummeln sich sowieso in Hollywood rum. Also sei ehrlich. Lass deine echten Muskeln spielen oder beschreib dich so, dass zumindest ihre Lachmuskeln trainiert werden. Ein Bierbaucherl kann sexy sein, und die zu große Nase hat schon Cyrano de Bergerac berühmt gemacht.
Fähigkeiten:
Du musst keinen Nobelpreis haben oder gerade bei einem Music Award nominiert worden sein, aber lass deine kleinen und großen Erfolge einfließen. Letztes Wochenende beim Ironman mitgemacht? Oder die Sudokumeisterschaft fast gewonnen? Den inneren Schweinehund überwunden und doch auf die Rax gegangen? Vom Chef ein besonderes Lob erhalten? Eine neue Rosenart erfunden?
Präsentation:
Wenn du ein Foto auswählst, dann nimm keines vom letzten Urlaub. Sonnenbrillen und Baseballmützen sind cool am Strand. Nimm keines von der letzten Party, wo du betrunken im Arm deines besten Freundes heulst, oder wo du verschwitzt bist in grausligen Klamotten. Schau dich im Spiegel an. Wähle deine bessere Gesichtshälfte und fotografiere dich in möglichst neutraler Umgebung. Photoshop ist nicht erlaubt.
Witz:
Bitte keine zweideutigen Schmähs, anzügliche Hinterhofwitze oder recycelte Phrasen. Das hält Keine aus. Brauchst ja kein Vitasek sein, aber ein bisschen Humor sollte in deinen Emails zu lesen sein. So manch persönlicher Makel kann dadurch viel besser dargestellt werden. Glaubt mir Männer, Frauen mögen Männer die über sich selbst lachen können.
Originalität:
Klickt euch durch die Profile der Mitbewerber und notiert euch die meist verwendeten Sprüche, Überschriften und Phrasen. Dann zieht euch zurück und kreiert eure Eigenen. Weil die Konkurrenz ist hart. Und nur der mit dem besten Spruch ragt aus der Masse.
Gefühle:
Braucht ja nicht gleich Liebesgedichte verfassen aber ein bisschen Gefühl hat noch niemanden geschadet. Gerade so viel, das Frau nicht annehmen muss, dass Mann ein gefühlloser Neandertaler ist.
Selbstvertrauen:
Kannst du dir selbst nicht vertrauen, wie soll jemand anderer dir dann vertrauen? Eine kurze Inventur der eigenen Vorteile und Nachteile hilft da meistens. Und ein bisschen Selbstironie hilft den Nachteilen zu Vorteilen zu werden.
Ehrlichkeit:
Das Internet ist geduldig, aber der Tag kommt an dem die Wahrheit sich beim Date zeigt. Du willst ja auch die beschriebene Person treffen und nicht ein dickeres, pickeliges, kleineres Wesen.
In der Kürze liegt die Würze:
Halt dich dran und lass Tom Clancy die langen Romane schreiben.
Was Männer wollen:
Foto:
Es ist kein Geheimnis das Männer mehr auf das Optische stehen. Was wollen sie auf dem Foto sehen?
Ein echtes Lachen, kein Aufgesetztes und Keines mit weit aufgerissenem Mund.
Das Haar, sie schließen aus der Frisur ob die Frau „high maintenance“ ist, oder „easy going“, niemals das Haar mit einer Kopfbedeckung verstecken, weil Männer dann glauben die Frau habe was zu verheimlichen.
Direkter Blick: Schaut in die Kamera, dann glauben die Männer ihr schaut IHN an.
Überschriften:
Seid ehrlich Frauen, was mögen Männer? Autos, Sport, alles was blinkt, technisch ist und kaputt wird. Studien zeigen, das Frauen mit Profilüberschriften die Sportterms und Automarken enthalten mehr Zuschriften erhalten als jene die lieber ihre Leidenschaft für Wittgenstein ausdrücken.
Was suchen Männer in Profilen?
Sie wollen nichts von deinen vergangenen Liebhabern hören, oder großen Dramen die sich abgespielt haben. Sie wollen wissen was für Hobbys du hast, und warum, was deine Zukunftspläne sind und ob sie da reinpassen. Männer sind genauso neugierig wie Frauen, bloß fragen sie nicht, also muss Frau es ihnen unterjubeln.
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